Rezension „Die dreibeinigen Herrscher“ (im Original: „The Tripods“, im deutschen Buch: „Die dreibeinigen Monster“) war eine revolutionäre Kult-Fernsehserie des britischen BBC, basierend auf den Science-Fiction-Büchern von John Christopher. Obwohl es sich grundsätzlich um Werke für Kinder handelte, mag ich sowohl die Sendung als auch die Bücher heute noch genauso wie damals in den späten 80ern, als das ZDF die erschreckende Vision einer zukünftigen Welt ausstrahlte, in der die Menschheit von dreibeinigen außerirdischen Wesen versklavt worden ist, aber ein scheinbar normales mittelalterliches Leben führt. Es ist unsagbar schade, daß Christophers dritter Teil nicht mehr gedreht wurde. Die Hintergrundmusik für die Fernsehserie wurde zu 99% mit Synthesizern verwirklicht. Im Gegensatz zu Christopher Frankes elektronischem Werk für die recht aktuelle Science-Fiction-Serie Babylon 5 verläßt sich Freemans Musik - zumindest in der ersten Staffel (Tracks 2 bis 16) - weniger auf atmosphärische Sounds und Hintergrundgeräusche, sondern vielmehr auf klar erkennbare und einfallsreiche Melodien. Einige der vorhandenen speziellen Soundeffekte stellen übrigens das Heulen von Dreibeinern dar. Die Klangqualität ist durchaus akzeptabel, wenn auch vielleicht nicht so hochentwickelt wie die von Franke. Die Originalmusik der Serie wurde für dieses Release im Jahr 1994 neu eingespielt, klingt aber in gewisser Weise doch etwas „altmodisch“. Die CD beginnt mit dem Hauptthema der Serie und endet mit dem Abspannthema (jeweils erweiterte Fassungen). Diese Tracks sind natürlich unentbehrlich für jeden Dreibeiner-Fan, der etwas auf sich hält... Teile des Hauptthema tauchen gelegentlich auch in der Hintergrundmusik auf. Belebte rhythmische Passagen, dramatische Action (beides in Track 8), spannungsgeladene Momente (Track 18), heitere Stimmungen (Track 10) und der Geschmack von Abenteuer (Tracks 3 und 9) - es ist alles vorhanden. Manchmal verwendet Freeman Schlagzeug (wie in Track 11), was recht angemessen scheint und der Musik eine gewissen „Antrieb“ verleiht. Die Glanzlichter des Scores scheinen zu sein: Track 12 (in dem Freeman mysteriös klingenden Töne verwendet, um eine unheilvolle Stimmung zu erzeugen), die erste Hälfte von Track 17 (eine Suite, die aus beinahe hymnenhaften Melodien und auch weiterer mysteriöser Musik besteht) und Track 24 (eine wirklich aufregende und sehr gut arrangierte Komposition). Beachtenswert ist Freemans Wortspiel mit „free men“ (freie, nicht versklavte Menschen, eines der wichtigsten Konzepte der Handlung) und seinem eigenen Nachnamen im Track-Listing, wo „free men“ in einem Wort geschrieben wird. Diese CD ist äußerst empfehlenswert für jeden Fan der Serie, für Fans allgemein von Musik, die für das Fernsehen komponiert wurde, und für Fans von Synthesizermusik mit einem gewissen „Kult“-Faktor.
Track-Wertungen
Verwandte Links Tripods-Forum Interview
mit Ken Freeman
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